Film über die Theresienkapelle

 

Die außergewöhnliche Geschichte der Singener Gedenkstätte soll erhalten werden. Ihr Förderverein sammelt Geld für ein Filmprojekt mit Willi Waibel und anderen Darstellern

 

2017 jährt sich die Eröffnung der Theresienkapelle in Singens Südstadt zum 70. Mal. Die Gedenkstätte wurde von Kriegsgefangenen erbaut und ist eines der wenigen Mahnmale dieser Art, die in Deutschlands Süden in dieser Form erhalten sind. Verbunden ist die Kapelle mit der bemerkenswerten Lebensleistung des Singeners Willi Waibel, der für seinen Einsatz rund um das Gotteshaus und die Völkerverständigung jüngst mit der höchsten Anerkennung der Stadt Singen ausgezeichnet wurde, der Ehrenbürger-Würde. Sein Wirken für die Kapelle wird nun für die Nachwelt festgehalten, mit einem aufwendigen Dokumentarfilm. Die Kosten: zwischen 50 000 und 100 000 Euro.

Seit kurzem ist die 1946/47 von deutschen Kriegsgefangenen erbaute Kapelle offiziell eine Gedenkstätte. Dass der Bau nach der Auflösung des Kriegsgefangenenlagers 1948 erhalten blieb, ist der Geschichtsarbeit von Willi Waibel zu verdanken. Er setzte sich für den Erhalt des Gebäudes ein und arbeitete seine Geschichte auf. Denn während der Kriegsjahre standen in der Nähe der späteren Kapelle Baracken für Zwangsarbeiter, viele aus Osteuropa.

Waibel suchte nach den Namen von Hitlers „Arbeitssklaven“, schrieb im Kalten Krieg Briefe mit Informationen über Todesfälle von Ostarbeitern in die Sowjetunion und begann während der Perestroika mit der Versöhnungs- und Entschädigungsarbeit. Weil es eine Häufung von Zwangsarbeitern aus dem Gebiet Poltawa gab, entstand daraus die Idee, 1993 eine Städtepartnerschaft mit Kobeljaki im Gebiet Poltawa zu begründen. Für 2017, zum 70. Jahrtag der Kapellen-Weihe, plant die Vorsitzende des Fördervereins, Carmen Scheide, zahlreiche Aktivitäten. Die Historikerin hatte die Idee, das Wissen von Willi Waibel über die Geschichte von Singen und die Verflechtungen mit der Ukraine in einem Film zu dokumentieren. Dafür konnte sie den bekannten Dokumentarfilmer Marcus Welsch aus Berlin gewinnen, einen Ex-Singener. Die Fertigstellung des Films ist für Herbst 2017 geplant.

Materialsicherung und Recherche konnten dank Unterstützung der Stadt Singen und der Landeszentrale für politische Bildung vorgenommen werden. Der Lions-Club Singen unterstützt das Projekt mit 3000 Euro. Präsident Franz Hirschle: „Wir möchten mit unserem Beitrag die verdienstvolle Arbeit von Willi Waibel unterstützen.“ Waibel und andere Beteiligte der Kapellen-Geschichte werden nun vor der Kamera interviewt. Ihm selbst war der Film-Rummel gar nicht recht. "Wir mussten ihn erst überzeugen, dass sein Wissen erhalten und bewahrt werden muss", sagt Scheide.

Leben nach dem Krieg: Am 8. Mai vor 71 Jahren ging in Deutschland der Zweite Weltkrief zu Ende. Am 8. Mai 2016 fand in der Theresienkapelle an der Fittingstraße ein Informationsabend statt. Bei diesem berichteten Zeitzeugen und Experten, wie die Singener 1945 mit den Folgen des Krieges umgingen, wie sie die französische Besatzung erlebten und wie sie ins "normale Leben" zurückfanden.


KUNSTMUSEUM SINGEN

Das 1990 eröffnete Museum liegt zentral in der Singener Innenstadt. 2014 komplett umgebaut und räumlich erweitert, ist das Städtische Kunstmuseum Singen mit rund 1000 Quadratmetern Besucher- und Ausstellungsfläche eines der großen kommunalen Kunstmuseen auf der deutschen Seite des Bodensees. In den weiten, offenen Räumen sind rund 140 Werke von Max Ackermann über Otto Dix und Erich Heckel bis hin zu Werken der zeitgenössischen Kunst zu sehen. Die auf zwei Etagen verteilte Ausstellung ist nach Themen gegliedert: Das Landschaftsbild des Hegaus und des Bodensees seit 1900, Exil am Bodensee: Die Künstler der Höri von 1933 bis 1960, Moderne aus dem deutschen Südwesten, Zeitgenössische Kunst der Euregio Bodensee.

 

 

Städtisches Kunstmuseum Singen

78224 Singen

Ekkehardstraße 10

Tel.: 07731/85-269

www.kunstmuseum-singen.de


MAC Museum Art&Cars SINGEN

KUNST & OLDTIMER GENIEßEN - ARCHITEKTUR ERLEBEN - FREUNDE TREFFEN

 

MAC - Museum Art  &  Cars

Parkstraße 1, D - 78224 Singen

Ecke Schaffhauser Straße gegenüber der Scheffelhalle

Fon +49 (0) 77 31 - 92 65 374

Fax +49 (0) 77 31 - 12 232

Mail museum@museum-art-cars.com

 

MAC - BISTRO | CAFÉ | VINOTHEK

Fon +49 (0) 77 31 - 92 65 373

Mail museum@museum-art-cars.com

 

ÖFFNUNGSZEITEN

Mittwoch bis Freitag 14:00 Uhr - 18:00 Uhr

Samstag 13:00 Uhr - 18:00 Uhr

Sonntag & Feiertage 11:00 Uhr - 18:00 Uhr

Montag & Dienstag Ruhetag


 

25 Jahre Lions Club Singen-Hegau

Benefizkonzert für das Krebszentrum Hegau-Bodensee

 

Der Lions Club Singen-Hegau lädt zum Benefizkonzert mit dem Musikkorps der Bundeswehr unter der Leitung von Oberstleutnant Christoph Scheibling (Bild).

 

Mit diesem Benefizkonzert startete der Lions Club Singen-Hegau in seine Jubiläumsfeiern 2014. Ende der 80er Jahre haben einige Persönlichkeiten den neuen Club Singen-Hegau gegründet. Was liegt näher, als dieses Ereignis nach 25 Jahren gebührend zu feiern und mit einem guten Zweck zu verknüpfen?

„Wir sind sehr froh und dankbar, dass sich das Bundeswehr-Musikkorps bereit erklärt hat, in den Hegau zu reisen und für uns ein Konzert gibt, dessen Erlös wir dem Krebszentrum Hegau-Bodensee zur Verfügung stellen werden“, berichtet Dr. Werner Hammon, der Präsident des Clubs. Die Unterstützung des Krebszentrums Hegau-Bodensee mit seinem Projekt „Onko+“, vor allem aber der zahlreichen Selbsthilfegruppen am Hegau-Klinikum Singen, hat sich der Lions Club auf die Fahne geschrieben. Den Selbsthilfegruppen soll mit dem Konzerterlös ein Raum zur Verfügung gestellt und eingerichtet werden, in dem diese mit Betroffenen ihre Gespräche und Begegnungen halten und eine ganzheitliche Betreuung der Patienten unterstützen können. „Solch ein Raum fehlt bisher aus finanziellen Gründen“, sagt Dr. Werner Hammon.

Das Bundeswehr-Orchester tritt umsonst auf. Dafür aber unterstützt der Lions Club Singen-Hegau auch das Sozialwerk der Bundeswehr. Das kümmert sich unter anderem um Soldatenfamilien mit behinderten Kindern und um Soldaten, die in Afghanistan geschädigt wurden.