An der Seite der Chefs: Singener Abiturienten erhalten Technik-Förderpreis

Velten Kissmehl, Niklas Ries, Marietta Lindner, Nikolai Klatt, Johannes Geiser und Marius Eckert freuen sich gemeinsam mit ihren Hospitanz-Betreuern, ihrem Schulleiter und den Lions-Mitgliedern Bruno Maier und Eberhard Grundgeiger über den Technikpreis. |
Velten Kissmehl, Niklas Ries, Marietta Lindner, Nikolai Klatt, Johannes Geiser und Marius Eckert freuen sich gemeinsam mit ihren Hospitanz-Betreuern, ihrem Schulleiter und den Lions-Mitgliedern Bruno Maier und Eberhard Grundgeiger über den Technikpreis. |

Südkurier 8.6.2018: Die Abiturprüfungen sind fast geschafft, nun geht es für die meisten Schüler um die Frage: wohin nach dem Abschluss? Die Ratlosigkeit ist oft groß, denn die Möglichkeiten sind vielfältig. Ein Studium, eine Ausbildung oder die duale Berufsbildung sind nur einige der Wege, die die Abiturienten einschlagen können. Eine besondere Entscheidungshilfe in dieser schwierigen Situation erhielten sechs Schüler des Technischen Gymnasiums Singen.

Als diesjährige Preisträger des Technik-Förderpreises durften sie erste spannende Erfahrungen in der Welt der Technik sammeln, denn der Preis, der vom Lions Club Singen-Hegau gestiftet wird, beinhaltet mehr als nur die 500-Euro-Prämie, die den Schülern traditionell bei ihrem Abiball überreicht wird. Marietta Lindner, Johannes Geiser, Velten Kissmehl, Nikolai Klatt, Marius Eckert und Niklas Ries durften einen Tag lang in den Arbeitsalltag eines Technikunternehmens eintauchen und an der Seite einer Führungspersönlichkeit interne Strukturen und Abläufe kennenlernen. "Ich habe eine Führung durch das Unternehmen bekommen, was ich sehr spannend fand", berichtet Velten Kissmehl von seinem Besuch bei GF in Singen. Er habe viele Menschen kennengelernt und an verschiedenen Sitzungen teilgenommen, ergänzt er und stuft den Tag als wertvolle Erfahrung ein. Michael Edbauer, Mitglied der Geschäftsleitung bei GF, blickt ebenfalls zufrieden auf den Tag mit seinem Hospitanten zurück: "Auch mir hat es Spaß gemacht, weil es ein ganztägiger Dialog war und ich denke, dass wir den Tag für Herrn Kissmehl so spannend wie möglich gestaltet haben." Für den Schüler steht jetzt eine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker bei der Wefa auf dem Programm.

Wertvolle Erfahrungen hat auch Marius Eckert während seines Tages bei Designfunktion in Singen gemacht. Er habe vor allem viel über die Arbeit und Kommunikation mit Kunden gelernt, erklärt der Schüler und führt aus: "Mir wurde gezeigt, wie man komplexes Wissen für Kunden möglichst einfach darstellt und vermittelt. Ich durfte nicht nur bei Kundengesprächen dabei sein, sondern habe auch einen ersten Eindruck davon bekommen, wie man sich als Unternehmer ein Netzwerk aufbaut." Von seinem Plan, nach der Schule etwas im Bereich klassisches Design und Gestaltung zu machen, ist er durch den Hospitanztag abgerückt. "Aber auch das sei schließlich eine wichtige Erkenntnis", lautet sein Fazit.

Nikolai Klatt hatte eine klare Vorstellung davon, was er an seinem Tag bei Fischer Computertechnik herausfinden wollte. "Man sagt ja immer, dass Selbstständigkeit bedeutet, dass man selbst und ständig arbeitet. Mich hat daher vor allem interessiert, was eine Führungskraft konkret macht und wie der Tag eines CEOs aussieht", verrät er. An der Seite von Carl Pfeffer, dem Chef des Stahringer Unternehmens, bekam er Antworten auf seine Fragen, knüpfte neue Kontakte und kam schließlich zu dem Schluss: "Mich irgendwann selbstständig zu machen, kann ich mir gut vorstellen." Auch seinem Mitschüler Niklas Ries hat seine Hospitanz bei Inpotron in Hilzingen gefallen. Sein Plan, Physik mit dem Nebenfach Informatik und Elektrotechnik zu studieren, wurde durch den Tag gefestigt. Für Johannes Geiser, der bei Wefa Inotec hospitierte, geht es nach der Schule voraussichtlich mit einem Mathe- und Maschinenbaustudium weiter und Marietta Lindner, die einen Tag im Architekturbüro FX Wuhrer verbrachte, wird sich an der Uni mit dem Thema Umwelttechnik beschäftigen. Dass sie die einzige Preisträgerin ist, soll sich laut Lions-Sprecher Bruno Maier zukünftig ändern: "Wir brauchen junge Damen in der Industrie, da muss man Anreize schaffen", findet er. Die Zukunftspläne der sechs Abiturienten zeigen: Der Lions Club hat sein Ziel erreicht. Junge Menschen für einen technischen Studiengang zu begeistern, war laut Maier die Intention, als der Technikpreis im Jahr 2013 zum ersten Mal vergeben wurde.

Schulleiter Stefan Fehrenbach zeigt sich begeistert von dem Projekt, das neben den Hospitanztagen auch einen Besuch in einer universitären Forschungseinrichtung und die Besichtigung eines High-Tech-Unternehmens beinhaltet. "Wir sind auf einem super Weg mit einem super Programm und super Partnern", fasst er seine Eindrücke zusammen. Außerdem sei er sich sicher, dass auch in diesem Jahr wieder sechs Schüler ausgewählt wurden, die die Eigenschaften einer Führungskraft mitbringen und die eine erfolgreiche Zukunft vor sich haben.


Große Freude herrscht beim Ortsverein der AWO

Die 1. Vorsitzende Claudia Rehling konnte am 18.12.2017 eine Spende von 5.000 Euro für den Brillenfond der AWO Singen vom Lions Club Singen-Hegau entgegen nehmen. Da bereits vor Jahren Sehhilfen als Kassenleistungen gestrichen worden sind und es keine staatliche Unterstützung für Menschen mit wenig Geld mehr gab, wurde der Brillenfond Anfang 2014 vom Ortsverein der AWO Singen eingerichtet und unterstützt seither bedürftige Personen beim Kauf einer notwendigen Brille. Aufgrund der hohen Nachfrage waren die Mittel, die zu einem großen Teil aus Eigenmitteln aber auch aus Spenden stammten, nahezu aufgebraucht, so dass die jetzt erhaltene Spende einen hohen Beitrag zur Fortführung des Projekts leistet.

Volker Oppermann vom Lions Club betonte, dass es dem Club wichtig ist, regionale Projekte zu unterstützen. In diesem Jahr feiert der Lions Club sein 100-jähriges Bestehen und die Organisation hat von Beginn an Projekte für gutes Sehen unterstützt, denn gutes Sehen ist wichtig für die Teilhabe am sozialen Leben. Daher fiel die Wahl für das Jubiläumsprojekt des Lions Club Singen-Hegau auf den Brillenfond der AWO Singen.


Klinikum Singen: Kraftzentrum für Krebspatienten

2016: Er sieht kein bisschen nach Krankenhaus aus: Der sogenannte Onko-plus-Raum ist ein besonderer Raum im Klinikum Singen. Nicht nur, was seine Realisierung und Ausstattung anbelangt, sondern auch hinsichtlich seiner Funktion. Der Raum dient allen Selbsthilfegruppen, die sich um Krebspatienten kümmern, als eine Art Basisstation – zum Beispiel für Arzt-Patienten-Gespräche, hier finden ferner alle Veranstaltungen des Krebszentrums statt.

Silke Asal, Koordinatorin des Krebszentrums, hat ein Programm zusammengestellt, dessen Angebote Krebspatienten helfen sollen, während und nach der Krankheit wieder mehr Kraft zu bekommen, zu mehr Lebensqualität zu finden und Sicherheit für den Alltag zu gewinnen. Das reicht beispielsweise vom Seminar „Kommunikation in der Krankheit“ oder „Ernährung bei Krebs“ über das Schnupperangebot „Tanzen mit Krebs“ bis hin zum Kurs „Pflege von palliativen Patienten zu Hause“ oder dem Kurs „Naturheilkunde bei Krebs“.

Gewinn an Lebensqualität

„Wir wissen um die Nöte der Patienten“, so Silke Asal bei der offiziellen Einweihung und Übergabe an die Nutzer und Vorstellung des ersten Onko-plus-Programms. Der Name wurde gewählt, weil sowohl die Angebote – Vorträge, Kurse, Seminare – als auch der Raum an sich für das „Plus“ in der Versorgung der Krebspatienten am Klinikum Singen gewertet werden können.

Als große Bereicherung für das Krebszentrum empfindet Chefarzt Jan Harder, Leiter des Krebszentrums, das neue Angebot. Singen sei eines der ersten Krebszentren in Deutschland, die ein solches Angebot vorweisen könnten. Selbst aktiv werden zu können, sei wichtig für Krebspatienten, der Onko-plus-Raum sei damit ein wichtiger Beitrag für diese Art der modernen Krebsmedizin. Er dankte der Geschäftsführung, dass diese diesen Weg mitgehe. Für ihn zeigt sich die Besonderheit der Einrichtung nicht zuletzt dadurch, weil sie wirtschaftlich der Singener Onkologie nichts bringe – der Patient aber profitiere durch den Gewinn an Lebensqualität.

Unterstützung durch den Lions-Club

Möglich wurde der neue Onko-plus-Raum dank der Unterstützung des Lions-Clubs Singen-Hegau, der die Mittel für die Umgestaltung des Raumes akquiriert hatte – sei es in Form von Geld- oder Sachspenden. Lions-Mitglied Architekt Jörg Wuhrer, der das Projekt zu seiner persönlichen Chefsache gemacht hatte, übernahm die Planung, die Abwicklung und das Firmensponsoring, der regional bekannte Künstler Harald F. Müller war für das Farbkonzept des Raumes zuständig. Das Projekt Onko-plus-Raum hat außerdem eine lange Geschichte, es wurde von vier Lion-Präsidenten in Folge vorangetrieben – Werner Hammon, Franz Hirschle und Jörg Wuhrer. Sie waren samt des aktuellen Präsidenten Michael Arnold zur kleinen Einweihungsfeier gekommen.


Bodenseekammerorchester spielt im Singener Ratssaal

Es ist in jedem Jahr ein Highlight des Sommers: Die Verleihung des Kulturförderpreises 2017 durch den Förderverein des Lions Club Singen-Hegau im Singener Bürgersaal. Schließlich umrahmt das Bodenseekammerorchester den Abend mit einem Konzert der Extraklasse.


Am Freitag, 11. August wird in diesem Jahr ein 18-jähriger Sänger und Schauspieler aus Hilzingen die besondere Ehre zuteil, kündigte Jürgen Sander, Vorsitzender des Kulturausschusses des Lions-Clubs Singen-Hegau, der diesen besonderen Preis seit Jahren verleiht. Sander selbst wird bei der Verleihung in diesem Jahr die Laudatio halten.

Doch los geht es um 20 Uhr im Bürgersaal mit einem Klassikkonzert vom Feinsten. Präsentiert vom Bodenseekammerorchester unter Leitung von Gero Wittich. Das Ensemble erstklassiger Musiker trifft sich aus diesem Grund seit 15 Jahren immer wieder im Sommer auf der Höri.

Dieses Jahr konnte das Ensemble Kathrin ten Hagen als Solistin gewinnen. Zu hören sind die Zauberflöte von Mozart, die 5. von Beethoven und das 3. Violinkonzert von Saint-Saens.


Lions Club freut sich auf Verleihung des Kulturförderpreises

 

2016: Im Rahmen eines Konzerts des Bodenseekammerorchesters verleiht der Lions Club im Bürgersaal den Kulturförderpreis.

 

Ein Projekt des Vereins ist der Kulturförderpreis, der jedes Jahr an vorwiegend junge Menschen aus der Region verliehen wird. Dieses Jahr geht der Preis an einen 18-jährigen Schüler, Sänger und Schauspieler. Die Preisverleihung findet am 11. August im Rahmen eines Konzerts im Bürgersaal im Singener Rathaus statt. Das Konzert des Bodenseekammerorchesters unter der Leitung von Gero Wittich beginnt um 20 Uhr. Präsentiert werden klassische Stücke von Mozart, Saint-Saens und Beethoven mit der Solistin Kathrin ten Hagen (Violine). Das Bodenseekammerorchester setzt sich aus Musikern aus ganz Deutschland zusammen. Die jungen Musiker treffen sich zu gemeinsamen Proben und geben neben dem Konzert in Singen auch eines in Überlingen. Das Singener Konzert ist in den 100. Gründungstag des Lions Clubs International eingebettet.

 

Es freuen sich auf die Verleihung des Kulturförderpreises (von links): Pius Netzhammer, Vorsitzender, Michael Arnold, Präsident, Peter Jürgen Sander, Vorsitzender des Kulturausschuss, und Bruno Maier, Presse, vom Lions Club Singen-Hegau. | Bild: Antje Rehling


Wohlfühlraum dank Lions

Onko-plus-Raum besticht durch Farblich- und Leichtigkeit

Dez. 2016: Vertrauen ins Werden, das musste man bei dem ambitionierten Plan des Lions Clubs Singen-Hegau haben. Einen ehemaligen und eher tristen Patientenraum im Singener Klinikum umzubauen, hatten sich die Mitglieder des Service-Clubs vorgenommen. Diesen zu einem sogenannten Onko-plus-Raum umzugestalten, ist in einem engen Zeitfenster durchaus gelungen. Nichts erinnert in dem "Wohnzimmer" für Onkologie Patienten an Krankenhaus. Sowohl farblich als auch vom Mobiliar stimmt dieser Raum eher an private Wohnverhältnisse. "Und dies ist auch gut so und wurde bewusst so konzipiert," erläuterte Lions Präsident Jörg Wuhrer sowie der namhafte Singener Künstler Harald F.Müller, dessen Farbkonzept hervorragend integriert. Der rund 50 Quadratmeter große multifunktionale Raum besticht nun durch Leichtigkeit und die Absage an Klinikweiß. Medienzusammführung aber auch Haushaltstechnik kommen hinzu.  Unter anderem durch die Einnahmen von 10.000 Euro des Jubiläumskonzerts 2014, als der Lions Club Singen-Hegau sein 25-jähriges Bestehen feierte, aber auch durch das Engagement zahlreichen Sponsoren und Handwerker konnte der umgebaute und neu konzipierte Raum nun so an die Onkologieabteilung übergeben werden. Prof. Jan Harder freuts: "Es ist ein irrsinniges bürgerschaftliches Engagement für eine sinnvolle Sache zu spüren. Eine Investition in die Zukunft, abseits jeglicher Krankenhausräume. Silke Asal, Koordinatorin der Onkologie im Singener Klinikum ergänzte, "es ist nun unsere Aufgabe den Raum ganzheitlich zu nutzen und ihm Leben einzuhauchen."  Dies soll nun in Kürze geschehen, sei es durch Kurse mit Betroffenen zur Ernährungs oder Pflegeberatung oder einfach als Aufenthaltsraum der Onkologiepatienten. Der "Wohlfühlraum" hats in sich. Das Investitionsvolumen von 31.000 Euro sind gut angelegt. Architekt und Lions Präsident Jörg Wuhrer sowie Künstler Harald F.Müller, übrigens Mitglied beim Rotary-Club, haben die Ausbau-und Zukunftsfähigkeit des ehemaligen Patientenraumes in einem gemeinsamen Konzept hervorragend erarbeitet und umgesetzt.


Kulturförderpreis geht an Querflötistin

Lions Club zeichnet Sophia Freudenthaler aus

Junge Musikerin begeistert ihr Publikum

Mitten in der kulturellen Sommerpause serviert der Lions Club Singen-Hegau den Singenern ein großes Klassikkonzert. Noch dazu eine Kulturpreisverleihung. Das ist ungewöhnlich, ein Wagnis, haben sich doch viele Menschen im Hegau in die Ferien verabschiedet. Aber der Plan geht auf. Der amtierende Präsident des Clubs steht bei der Eröffnung des Abends strahlend vor dem gut gefüllten Bürgersaal. Offensichtlich lechzen die Menschen im Hegau nach schöner Musik an einem lauen Sommerabend. Und die liefern ihnen die jungen Musiker des Bodensee Kammerorchesters zunächst mit dem orchestralen Teil von Felix Mendelssohn Bartholdys "Lobgesang" und nach der Pause mit Johannes Brahms' Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur und Dirk Mommertz am Klavier. Doch im Zentrum des Abends steht Sophia Freudenthaler aus Hilzingen, die der Kulturausschuss des Lions Clubs zur diesjährigen Kulturpreisträgerin gekürt hat.

16 Mal in Folge unterstützt der Club junge Talente aus der Region. Eine der ersten Auszeichnungen bekam eben jenes Orchester, das das Publikum am Donnerstagabend unterhielt. Das Bodensee Kammerorchester unter der Leitung von Gero Wittich ist in seiner Art etwas Besonderes, weil es aus vielen jungen Musikern aus ganz Deutschland nur für eine Intensivprobe mit anschließendem Konzert zusammengestellt wird. Den logistischen Rahmen dafür bietet die Familie Zander, die die Musiker jeden Sommer für die Probenphase bei sich in Gaienhofen aufnimmt. Mit sichtbarer Freude präsentierten diese beim Lions-Sommerkonzert, was sie erarbeitet hatten.

Dass Sophia Freudenthaler die Auszeichnung und das Fördergeld in Höhe von 2000 Euro berechtigter Weise erhalten hat, bewies sie mit einem höchst virtuos gespielten Solostück für Querflöte von Siegfried Karg-Ehlert. Geradzu perlend ließ sie die moderne Sonata appassionata erklingen. Die 17-jährige Hilzingerin, die das Singener Hegau-Gymnasium besucht, ist schon sehr früh durch ihre besondere Musikalität aufgefallen. Laudator Peter Jürgen Sander präsentierte dem Publikum eine lange Liste der Preise, die Sophia Freudenthaler in ihrer zwölfjährigen musikalichen Praxis schon errungen hat. Fünf Jahre lang hat sie Blockflöte gespielt, bevor sie auf die Querflöte umstieg. Nach vielen musikalischen Wettbewerben ist sie heute bereits erste Flötistin beim Sinfonischen Jugendblasorchester Baden-Württemberg.

Zum Abschluss des Abends stand Brahms auf dem Programm. Pianist Dirk Mommertz und das Orchester mussten sich zuerst finden, bevor sie zu einer Einheit verschmolzen. Dann aber erlebte das Publikum ein Klavierkonzert, das den Bürgersaal fast zu sprengen schien. Jörg Wuhrer hatte nicht zuviel versprochen als er von einem kulturellen Höhepunkt sprach.


Lions vollziehen Präsidentenwechsel 2016

Turnusgemäss nach einem Jahr wurde das Präsidentenamt des Lions Club Singen-Hegau von Franz Hirschle an Jörg Wuhrer übergeben.Der scheidende Präsident gab einen Überblick über das abgelaufene Vereinsjahr mit 25 offiziellen und freien Clubabenden. Herausragendste Veranstaltung war die Verleihung des Kulturförderpreises an Susanne Breyer. Weiterhin unterstützt der Lions Club Singen-Hegau zwei »VAB-0« Klassen der Robert-Gerwig Schule und der Hohentwiel Gewerbeschule bei der Integration von Flüchtlingen. Eine weitere Aktivität zu Gunsten der Hospiz-Bewegung fand in der Singener Stadthalle unter Mitwirkung der beiden Stadtmusikvereine Singen und Stockach statt. Bei der Abiturfeier des Technischen Gymnasiums konnten auch in 2015 5 Abiturienten des TG Singen mit einem Förderpreis ausgezeichnet werden. Der neu gewählte Präsident stellte danach die Vorstandsmitglieder vor. Es sind: VizePräsident Michael Arnold, Sekretär Matthias Greuter, Schatzmeister Gert Luckenhuber. Activity Beauftragte sind: Andreas Lier und Christoph Roth. Pressewart Bruno Maier.


Entenrennen des Lions-Club: Spannung in der Zielgerade

Der Lions Club Singen-Hegau hat zu seinem Entenrennen viele Menschen in den Stadtgarten gelockt.

25.7.2016 - Als die 7000 Enten am Ziel nahe der Kita an der Aach einschwammen, drängelten sich die Zuschauer am Ufer. "Sie kommen", rief Lions Präsident Jörg Wuhrer der Menge zu. Er stand wie andere Clubkollegen auch im Wasser und hatte den Überblick. Das vierte Entenrennen des Fördervereins des Lions Clubs Singen-Hegau war wieder ein voller Erfolg. Der Erlös in Höhe von rund 20¦000 Euro kommt Schul- und Jugendprojekten zu Gute. Ohne den Einsatz der Jugendfeuerwehr, die vormittags eine Ölsperre errichtet hatten, um die Enten an die Seite zu lenken, wäre das Rennen nicht in so geordneten Bahnen zu Ende gegangen.
Der Zieleinlauf auf dem Wasser war auf alle Fälle ein großes Spektakel, wenn es auch bedingt durch die starke Strömung nur eine Viertel Stunde gedauert hat, bis die Enten von der Aachbrücke im Aachbad den Weg zum Ziel zurückgelegt hatten. Damit beim Herausfischen nichts passierte, hatte auch die DLRG einige Leute im Einsatz.

Die Clubmitglieder hatten schon seit Wochen Lose für die Aktion verkauft. 2010 hatte der Lions Club Singen-Hegau das Entenrennen ins Leben gerufen und führt es nun alle zwei Jahre durch. "Wir haben inzwischen schon Nachahmer gefunden", sagte Franz Hirschle. Alle 7000 Enten sind mit einer Nummer versehen. Die ersten Hundert sammelte die Lionsmitglied Daniel Binder auf, bevor sie auf eine eigens für den Zweck angefertigte Platte mit 100 Fächern gelegt wurden. Unter der Aufsicht von Notarin Eleonore König las der Präsident des Fördervereins Pius Netzhammer die Gewinnnummern vor. Der Erlös des Entenrennens kommt wie in den Vorjahren Jugend- und Schulprojekten in Singen und im Hegau zu Gute, darunter die Projekte "Lions Quest", "Klasse 2000" oder der Lions Technikpreis.

Die Gewinnnummern sind auf der Homepage zu finden, außerdem werden sie in der Zeitung veröffentlicht. Auf der Wiese des Stadtgartens konnten sich die Besucher noch feiern. Für Musik sorgten das städtische Blasorchester und die Dieter Rühland Band.


VABo-Klasse der Robert-Gerwig-Schule erhält Einblick in den Klinikalltag

 

Singen 14.3.2016. Auf Berufserkundungstour war eine der beiden VABo Klassen der Singener Robert-Gerwig-Schule (Vorbereitung für Arbeit und Beruf ohne Deutschkenntnisse) im Singener Klinikum. In Begleitung ihres stellvertretenden Klassenlehrers Fabian Jutt und Schulsozialarbeiterin Stephanie Sernatinger sowie Bruno Maier und Eberhard Grundgeiger vom Lions Club Singen-Hegau besuchte eine Gruppe von 19 Schülerinnen und Schüler das Krankenhaus, um einerseits die Einrichtung und die Arbeit in einem deutschen Krankenhaus und andererseits die vielen Möglichkeiten einer Ausbildung im Singener Krankenhaus kennen zu lernen. Felix Behm, im Klinikverbund zuständig für die kaufmännische Ausbildung, stellte die verschiedenen kaufmännischen Ausbildungsberufe vor, Nicole Acker von der Krankenpflegeschule stellte die verschiedenen Möglichkeiten der pflegerischen Ausbildungen vor.

 

Der Lions-Club Singen-Hegau war vertreten, weil er eine Patenschaft für die VABo-Klasse an der Robert-Gerwig-Schule Singen übernommen hat, was sich einerseits in einer finanziellen Unterstützung der Klasse in der Anschaffung von Lernmaterialien, andererseits in der Vermittlung von Kontakten in die Gesellschaft und die regionale Wirtschaft ausdrückt. Letzteres beinhaltet die Vermittlung von Betriebsführungen wie jene im Singener Klinikum oder von Praktika und Ausbildungs- und Arbeitsplätzen.

 

Fabian Jutt, der den VABo-Schülern berufsfachliche Kompetenz vermittelt, betont wie wichtig solche Betriebsführungen seien. Denn oftmals haben die Jugendliche keine Vorstellung von Berufen und Berufszweigen in Deutschland – die Möglichkeit, vor Ort ein Unternehmen kennen zu lernen, helfe bei der Orientierung. In seiner VABo Klasse sind zur Hälfte syrische Flüchtlinge, und zur Hälfte Jugendliche aus dem europäischen Ausland wie Rumänien, Kroatien, Albanien, Italien oder Portugal. Die Schüler sind zwischen 15 und Anfang 20 Jahre alt und leben seit rund einem Jahr in Deutschland. 

 

Der Unterricht in der VABo-Klasse wird durch zwei zweiwöchige Betriebspraktika ergänzt, natürlich gehört auch das Erlernen der deutschen Sprache, Rechnen, Daten- und Textverarbeitung, aber auch so praktische Dinge wie das Kennenlernen des Dualen Bildungssystems, das Üben von Bewerbungsgesprächen und vieles mehr zum Inhalt dieses Vorqualifizierungsjahres, das mit einer Prüfung endet. Wer diese geschafft hat, hat die Grundlage, um beispielse auf der Hauptschule bis zum Hauptschulabschluss weiterzumachen. Oder er kann sein Zertifikat beim Arbeitgeber vorlegen bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Fabian Jutt ist mit seinen Schülern sehr zufrieden. Sie seien alle motiviert und interessiert und trotz der unterschiedlichen Herkunft sei eine schöne Gemeinschaft in der Klasse gewachsen. Er ist optimistisch, dass viele seiner Schützlinge ihren Weg in Deutschland machen werden.

 

Lions Club bewirtet für das Kinderhaus St. Peter und Paul

20.12.2016 - Auf dem Singener Weihnachtsmarkt sind den ganzen Tag Mitglieder des Lions Clubs Singen-Hegau aktiv. Sie bewirten am Stand neben der Almhütte zugunsten des Singener Kinderheims.

von links: Jürgen Napel mit Liska und Mayaba vom Kinderhaus, Standbetreiber Cemil Yegin vom Café Mocca, Lions-Präsident Franz Hirschle, Christoph Roth und Andreas Lier sowie Standbetreiber Ramon Genovevo vom Schuhgeschäft Comix. Bild: Jörg Braun


Lions helfen mit 1000 Euro


Lions spenden für Kunstprojekt

Engener Ateliergemeinschaft soll gefördert werden


22.11.2015. Der Lions Club Singen–Hegau vergibt neben seinem jährlichen Kulturförderpreis an jüngere Nachwuchskünstler auch Förderpreise für besondere Projekte in der Region Hegau. So erhielt die Arbeitsgemeinschaft der beiden Engener Künstler Gerhard Mahler und Dr Manfred Müller Harter in ihrem Atelier im Engener Schützenturm als Anerkennung und weitere Förderung ihrer Projekte einen Scheck über 1.000 Euro. Der Scheck wurde von Franz Hirschle und Peter Sander, Kulturbeauftragter des Lions Clubs überreicht. Damit soll die Basis zur Anschaffung eines „Grossraum-Beamers“ gelegt werden, wodurch neben den Aktionen innerhalb des Ateliers auch Veranstaltungen auf der Freilichtbühne zwischen Rathaus und Schützenturm durchgeführt werden können. Dadurch erhält die Kulturszene Engens eine weitere Aufwertung, zumal dieser Beamer der städtischen Jugendsozialarbeit zur Verfügung stehen soll.



Singen: Schule und Flüchtlinge lernen von einander

25.8.2015: Die Robert-Gerwig-Schule hat erste Erfahrungen mit der Integration von Asylsuchenden gemacht. Jetzt bekommt auch die Hohentwiel-Gewerbeschule eine Klasse

Fabian Jutt ist allen einen Schritt voraus. Er ist der erste Lehrer einer Singener Berufschule, der Erfahrungen mit der Integration von Flüchtlingen aus den verschiedensten Krisengebieten im Unterricht gesammelt hat. Davon können im kommenden Schuljahr auch die Lehrer der benachbarten Hohentwiel-Gewerbeschule profitieren. Und damit es ein wenig leichter geht, unterstützen der Singener Lions-Club und die Firma Wefa Inotec die beiden Klassen mit jeweils 3000 Euro. Damit können die Klassen gemeinschaftsfördernde Projekte finanzieren oder auch einfach nur Schulutensilien kaufen. In der Robert-Gerwig-Schule hat Fabian Jutt mit seinen Schützlingen erst einmal einen Materialschrank gekauft.

Worauf sich der junge Lehrer eingelassen hatte, als er die erste „Vorbereitungsklasse Arbeit und Beruf ohne Deutschkenntnisse“ (VAB-O) vor einem Jahr übernahm, wurde ihm erst im Laufe des Unterrichts klar. „Den zum Teil schwer traumatisierten Flüchtlingen fehlt oft jedes Basiswissen von Deutschland“, erzählt er. „Zu den fehlenden Deutschkenntnissen kommt, dass sie keine Ahnung von unserem dualen Ausbildungssystem haben.“ Jutt musste erfahren, dass er in den ersten Unterrichtswochen Ansprechpartner für alle Lebenslagen war. Er war also weit über sein Lehrerdeputat hinaus gefordert. Erst die später eingestellte Schulsozialarbeiterin habe hier Entlastung gebracht.

Fördern und fordern, das hat Jutt im Laufe eines Schuljahres festgestellt, müssten sich die Waage halten. Jutt ist stolz, dass sechs seiner Schüler den Sprung in die nächste Klasse geschafft haben und nun auf den Hauptschulabschluss vorbereitet werden. Das ist Voraussetzung für eine Lehrstelle.

Bruno Maier und Eberhard Grundgeiger wollen ihr Netzwerk im Lions-Club nutzen, um Praktikumsplätze und Lehrstellen zu akquirieren. Unterdessen bereitet sich der kommissarische Leiter der Hohentwiel-Gewerbe-Schule auf die erste VAB-O-Klasse vor.


Lions-Kulturförderpreis geht an Susanne Breyer

12.8.2015: Sie ist Mitgründerin des Theatervereins Pralka und feiert Erfolge mit ihrem ursprünglichen Theater.

Die Verleihung des Kulturförderpreises an Susanne Breyer umrahmte ein Sommerkonzert

Die Verleihung des Kulturförderpreises des Lions Club Singen-Hegau ist mehr als nur eine Auszeichnung für einen Kulturschaffenden: Umrahmt von einem festlichen Sommerkonzert erlebten die zahlreichen Gäste einen fulminanten Konzertabend. Mit der Ouvertüre zu „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber eröffnete das Bodensee Kammerorchester unter der Leitung von Gero Wittich den Abend, den Preis über 2500 Euro erhielt Susanne Breyer als Kulturschaffende im Bereich Theater. Der vollbesetzte Bürgersaal sprach dafür: „Die Preisverleihung ist zu einem kleinen gesellschaftlichen Ereignis geworden“, sagte Präsident Franz Hirschle in seiner Begrüßung. Mit dieser Veranstaltung wolle der Serviceclub ein Zeichen setzen, seit 2000 wird der Kulturförderpreis jährlich verliehen. Seinen Dank richtete er an das junge Kammerorchester, das selbst einmal Preisträger war und dem Abend einen würdigen Rahmen verleihe.

„Wir sehen es als unsere Aufgabe an, junge Talente zu fördern“, machte Otto Ruch in seiner Laudatio einen kleinen Exkurs in den heutigen Kulturbetrieb und sparte nicht mit Kritik. Das klassische Theater tue sich heute schwer, weil Film und Bühnenshows mit modernster Technik und Effekten vieles von der Einmaligkeit des Theaters genommen habe.

„Das ursprüngliche Theater leidet unter dem Anspruch der Massenvermarkter, weil die Masse der Menschen immer weniger über das Leben reflektiert, als vielmehr Shows und Action konsumiert“, so Ruch. „Schauspiel ist der Spiegel des Lebens“ zitierte er Shakespeare. „Das ist ursprüngliches Theater, und das ist Theater, das Susanne Breyer ausmacht.“

Als diplomierte Kulturpädagogin arbeitet Breyer aus Rielasingen-Worblingen als freie Theaterregisseurin, Schauspielerin und Autorin. 2009 gründete sie den Theaterverein Pralka, mit dem sie Stücke wie „Polski Blues“ von Janosch, „Gullivers Reisen“ nach Jonathan Swift, eine Adaption von Shakespeares „Macbeth“ und in diesem Jahr nach dem Roman „Ekkehard“ nach Josef Viktor von Scheffel „Das Kreuz mit den Heiden“ aufführte. 2014 inszenierte sie auch für das Ramsener Theater 88.

„Es sind die Fragen des Lebens, die unsere Preisträgerin auf die Bühne bringt“, brachte es Ruch auf den Punkt. Susanne Breyer sei eine Theaterregisseurin, die anregt und mit ihren Interpretationen die Sinnfrage des Lebens hinterfragt.

Das Bodensee Kammerorchester mit durchweg jungen Musikerinnen und Musikern berührte sein Publikum mit Können, jugendlicher Frische und einfühlsamem Spiel. Mit anhaltendem Applaus nach der Sinfonie „Rheinische“ von Robert Schumann zum Abschluss dankten die Zuhörer für ein Konzert, das mit dem jungen Solisten Carsten Duffin im Hornkonzert von Mozart musikalischen Hochgenuss bot.


Hirschle folgt Klopfer

Stabwechsel bei Lions Singen-Hegau


Singen (swb). Turnusgemäs nach einem Jahr wurde das Präsidentenamt des Lions Club Singen-Hagau von Udo Klopfer an Franz Hirschle übergeben. Der scheidende Präsident gab einen Überblick über das abgelaufene Vereinsjahr 2014/15 mit je 10 offiziellen und freien Clubabenden. Herausragende Ereignisse waren:  Das Entenrennen, der Erlös wurde für Jugendarbeit zugeführt für Klasse 2000 und Lions Quest. Mit dem Kulturförderpreis wurde das Duo »Glasperlenspiel« ausgezeichnet, wiederum im Rahmen eines Konzertes mit dem Bodensee-Kammerorchester.
Bei der Abiturfeier des Technischen Gymnasiums konnten auch in diesem Jahr wieder 5 Abiturienten, sowie 1 Absolvent des Friedrich-Wohler-Gymnasium mit einem Technikerpreis ausgezeichnet werden.  Den Abschluss bildete eine Reise nach Rom
Der neu gewählte Präsident stellte danach seine Vorstandsmitglieder vor: Es sind dies als Vize Präsident Jörg Wuhrer, Sekretär Michael Arnold mit Stellvertreter Matthias Greutter, Presse Bruno Maier. Neuer Schatzmeister wird Gert Luckenhuber, er löst den langjährigen Schatzmeister Manfred Bühl nach 26 Jahren ab. Ihm gilt ein besonderer Dank vom scheidenden Präsidenten und allen Mitgliedern. Acivity Beauftragte sind Andreas Lier und Christopf Roth.
Im neuen Programm unter dem Motto „Was der Mensch Gutes in die Welt hinaus gibt geht nicht verloren“ (Albert Schweizer) sind weitere Höhepunkte die Verleihung des Kulturförderpreise am 7.8.15 im Rathaus und das Benefiz Doppelkonzert mit dem Stadtorchester Singen und Stockach im Mai 2016, der Erlös wird für das stationäre Hospiz in Singen verwendet. Abgerundet wird das Jahresprogramm mit 20 weiteren Veranstaltungen.


110 Abiturienten schaffen das Technische Gymnasium

Angesichts des Fachkräftemangels würdigt der Lions Club Singen Hegau fünf Absolventen des Technischen Gymnasiums extra mit dem Technik-Preis.

Am Technischen Gymnasium (TG) der Hohentwiel-Gewerbeschule (HGS) konnten 110 Schülerinnen und Schüler mit dem Abiturzeugnis in einen neuen Lebensabschnitt entlassen werden. Jan Lehmann aus Gottmadingen ist der Jahrgangsbeste mit einem Durchschnitt von 1,3, Julian Ruß aus Eigeltingen erreichte ebenfalls eine 1,3.

Passend zum Siebenschläfertag, an dem die Abiturfeier in der Stadthalle stattfand, hatte sich Michael Arendt, Bereichsleiter für Naturwissenschaften an der HGS, die Heiligenlegende von den sieben Schläfern als Leitfaden für seine Rede ausgesucht. „Sie hängen an den Ästen dieser Schläferparabel“, sagte Arendt zu den 110 Absolventen. Das Abitur sei nun so etwas wie eine Sollbruchstelle in der bisherigen persönlichen Bilanz, die Berufswünsche vielfältig und manche hätten auch noch keinen Plan, wie es weitergeht. „Jetzt geht es darum, dass Sie Ihren Kurswert pflegen und Sie Ihre diffusen Neigungen in die richtigen Bahnen lenken. Machen Sie was aus Ihrem Leben und lassen Sie es nicht zu, dass das Leben etwas aus Ihnen macht“, gab Arendt den Abiturienten mit auf den Weg. Für Michael Arendt war es die letzte Rede auf einer Abiturfeier, denn er verlässt die Schule zum Schuljahresende altershalber nach fast 34 Jahren. „Der einzige Nachteil der heutigen Jugend ist, dass man selbst nicht mehr dazu gehört“, so Arendt abschließend.

Im Rahmen der Abifeier überreichten Volker Oppermann und Eberhard Grundgeiger vom Lions Club Singen-Hegau den vor einem Jahr ins Leben gerufenen Technikpreis. Felix Köppel, Sven Müller, Tanja Muffler, Julian Ruß und Daniel Zepf erhielten den Preis, der mit je 500 Euro dotiert ist. Eberhard Grundgeiger erläuterte an dem fiktiven Szenario „Totaler Stromausfall“, warum es so wichtig ist, dass junge Menschen technische Berufe ergreifen. Wegen des seit Jahren herrschenden Fachkräftemangels in diesem Bereich habe der Lions Club den Preis initiiert. Neben dem Geldbetrag umfasst er eine Hospitation bei einer Führungskraft in der Region, den Besuch einer High-Tech-Firma sowie einer wissenschaftlichen Forschungseinrichtung. Am Friedrich-Wöhler-Gymnasium war der Preis an Felix Eichin überreicht worden.

Schulleiter Stephan Glunk hatte die Abiturienten zu Beginn in bewährter Manier mit einem Lied frei nach Reinhard Mey alle namentlich begrüßt. Zusammen mit den 17 Abiturienten der Technischen Oberschule verlassen insgesamt 127 Abiturienten die Hohentwiel-Gewerbeschule, sagte Glunk, der ab dem kommenden Schuljahr wieder Klassenlehrer einer elften Klasse ist und die Schulleitung an einen Nachfolger abgibt. Mit einigen musikalischen Einlagen der Band „Timeless“, einer Solonummer von Nicole Scholz sowie einer Tanzvorführung der Tanzgruppe „Unlimited“ unterhielten die Abiturienten ihre Gäste. Besonders gut kam das Video der TG 13/5 an, die einige ihrer Lehrer sehr gut nachgespielt und deren Eigenschaften köstlich überzeichnet hatten.


Weitere Presse-Ausschnitte Lions Singen-Hegau